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CNC-gefrästes Metallbauteil neben Aluminiumrohling auf Werkstattoberfläche mit Fräswerkzeug in Nahaufnahme.

Was ist der Unterschied zwischen Lohnfertigung und Eigenfertigung?

Gebhard Poggel ·

Ob ein Unternehmen Teile selbst fertigt oder diese Aufgabe an einen spezialisierten Dienstleister übergibt, ist eine Frage, die viele Produktionsverantwortliche und Einkaufsleiter regelmäßig beschäftigt. Die Entscheidung zwischen Lohnfertigung und Eigenfertigung hat direkte Auswirkungen auf Kosten, Kapazitäten und die Qualität der Endprodukte. In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Auftragsfertigung, damit Sie eine fundierte Entscheidung für Ihr Unternehmen treffen können.

Gerade im Bereich CNC-Fertigung, CNC-Fräsen und CNC-Drehen stehen Unternehmen oft vor der Frage: Selbst investieren oder auslagern? Die Antwort hängt von verschiedenen Faktoren ab, die wir in den folgenden Abschnitten Schritt für Schritt durchgehen.

Was ist der Unterschied zwischen Lohnfertigung und Eigenfertigung?

Lohnfertigung bedeutet, dass ein Unternehmen Fertigungsaufgaben an einen externen Dienstleister vergibt, der die Teile nach vorgegebenen Zeichnungen oder Spezifikationen herstellt. Eigenfertigung hingegen bedeutet, dass ein Unternehmen diese Produktionsschritte mit eigenen Maschinen, eigenem Personal und eigenem Know-how selbst durchführt.

Der wesentliche Unterschied liegt in der Verantwortung und den Ressourcen. Bei der Eigenfertigung trägt das Unternehmen die volle Verantwortung für Maschinenpark, Wartung, Personalqualifikation und Qualitätssicherung. Bei der Lohnfertigung, auch Auftragsfertigung genannt, übernimmt der Fertigungsdienstleister diese Aufgaben. Der Auftraggeber liefert die technischen Vorgaben und erhält fertige Präzisionsteile zurück.

In der Praxis nutzen viele Unternehmen beide Modelle parallel: Standardbauteile werden intern gefertigt, während komplexe Geometrien oder Spitzenlasten an einen Lohnfertiger ausgelagert werden.

Welche Vor- und Nachteile hat die Lohnfertigung gegenüber der Eigenfertigung?

Die Lohnfertigung bietet vor allem Flexibilität und Kostentransparenz. Unternehmen zahlen nur für tatsächlich erbrachte Leistungen, ohne in teure Maschinen oder zusätzliches Fachpersonal investieren zu müssen. Die Eigenfertigung dagegen bietet mehr Kontrolle über Prozesse und Lieferzeiten, erfordert aber hohe Investitionen und eine kontinuierliche Auslastung.

Vorteile der Lohnfertigung

  • Keine Investitionskosten für Maschinen und Anlagen
  • Zugang zu spezialisierten Fertigungsverfahren wie 5-Achs-CNC-Bearbeitung
  • Skalierbarkeit bei schwankenden Stückzahlen
  • Entlastung des eigenen Personals und der internen Kapazitäten
  • Klare Kostenkalkulation pro Auftrag

Nachteile der Lohnfertigung

  • Weniger direkte Kontrolle über den Fertigungsprozess
  • Abhängigkeit von Lieferzeiten und Kapazitäten des Dienstleisters
  • Koordinationsaufwand bei der Übergabe von Zeichnungen und Spezifikationen

Die Eigenfertigung lohnt sich vor allem dann, wenn ein Unternehmen dauerhaft hohe Stückzahlen eines gleichbleibenden Produkts produziert und die Maschinen entsprechend ausgelastet werden können. Für alle anderen Szenarien bietet die Auftragsfertigung in der Regel mehr Flexibilität bei geringerem Risiko.

Wann lohnt sich die Vergabe an einen Lohnfertiger?

Die Vergabe an einen Lohnfertiger lohnt sich, wenn interne Kapazitäten nicht ausreichen, wenn komplexe Fertigungsverfahren gefragt sind, die die eigenen Maschinen nicht abbilden können, oder wenn eine wirtschaftliche Eigenfertigung aufgrund zu geringer Stückzahlen nicht möglich ist.

Konkret empfiehlt sich die Auftragsfertigung in folgenden Situationen:

  • Kurzfristige Kapazitätsengpässe im eigenen Betrieb
  • Einzelteil- oder Kleinserienfertigung, die eine Investition in eigene Maschinen nicht rechtfertigt
  • Bauteile mit komplexen Geometrien, die spezielle CNC-Maschinen erfordern
  • Projekte mit engen Lieferterminen, die intern nicht eingehalten werden könnten
  • Strategische Entscheidung, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren

Gerade im Werkzeug-, Maschinen- und Anlagenbau ist es üblich, spezialisierte Fertigungspartner einzusetzen, um technologische Kompetenz einzukaufen, die intern nicht wirtschaftlich aufgebaut werden kann.

Welche Fertigungsverfahren bietet ein Lohnfertiger typischerweise an?

Ein Lohnfertiger bietet typischerweise CNC-Fräsen, CNC-Drehen und weitere spanende Bearbeitungsverfahren an. Spezialisierte Dienstleister ergänzen dieses Angebot um 5-Achs-Simultanbearbeitung, robotergestützte Zerspanung, Baugruppenmontage sowie Oberflächenbehandlungen wie Eloxieren, Brünieren oder KTL-Beschichtungen.

Die gängigsten Verfahren im Überblick:

  • CNC-Fräsen: Herstellung von Präzisionsteilen durch mehrachsige Bearbeitung von Metall- oder Kunststoffblöcken
  • CNC-Drehen: Fertigung rotationssymmetrischer Bauteile mit hoher Maßgenauigkeit
  • 5-Achs-Simultanbearbeitung: Komplexe Geometrien in einem Arbeitsgang, ohne Umspannen
  • Baugruppenmontage: Zusammenbau einzelner Komponenten zu fertigen Baugruppen
  • Oberflächenveredelung: Schutz- und Veredelungsbehandlungen je nach Materialanforderung

Hochwertige Lohnfertiger bieten darüber hinaus auch Wärmebehandlung und in einigen Fällen sogar SPS-Programmierung an, sodass Baugruppen funktional einsatzbereit geliefert werden. Das reduziert den Koordinationsaufwand auf Ihrer Seite erheblich.

Wie läuft ein typischer Lohnfertigungsauftrag ab?

Ein typischer Lohnfertigungsauftrag beginnt mit der Anfrage und der Übergabe technischer Unterlagen, gefolgt von Kalkulation und Auftragsbestätigung. Danach folgen Fertigung, Qualitätskontrolle und Auslieferung. Der gesamte Prozess läuft in der Regel aus einer Hand ab.

Die einzelnen Schritte im Detail:

  1. Anfrage und technische Klärung: Sie übermitteln Zeichnungen, CAD-Daten oder Spezifikationen. Der Lohnfertiger prüft die Machbarkeit und klärt offene Fragen.
  2. Angebot und Kalkulation: Auf Basis der Unterlagen erstellt der Dienstleister ein Angebot mit Preis und Lieferzeit.
  3. Auftragserteilung: Nach Ihrer Freigabe startet die Produktionsplanung.
  4. Fertigung: Die Teile werden nach Ihren Vorgaben auf CNC-Maschinen gefertigt, bei Bedarf wärmebehandelt und oberflächenveredelt.
  5. Qualitätskontrolle: Jedes Teil durchläuft eine Qualitätsprüfung anhand definierter Toleranzen und Normen.
  6. Auslieferung: Die fertigen Präzisionsteile werden termingerecht geliefert, oft direkt über eine eigene Fahrzeugflotte.

Wichtig ist, dass Sie frühzeitig alle relevanten Informationen bereitstellen, also Materialvorgaben, Oberflächenanforderungen und Toleranzklassen. Das spart Zeit und vermeidet Rückfragen, die den Prozess verzögern könnten.

Worauf sollte man bei der Wahl eines Lohnfertigers achten?

Bei der Wahl eines Lohnfertigers sollten Sie auf Zertifizierungen wie DIN EN ISO 9001, den verfügbaren Maschinenpark, die Erfahrung mit Ihren spezifischen Materialien und Fertigungsverfahren sowie auf Referenzen aus Ihrer Branche achten. Auch die Lieferzuverlässigkeit und die Kommunikationsqualität sind wichtige Kriterien.

Konkrete Auswahlkriterien, die Sie prüfen sollten:

  • Qualitätszertifizierung: Eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 zeigt, dass der Dienstleister systematisch Qualität sichert.
  • Maschinenpark und Technologie: Verfügt der Lohnfertiger über moderne CNC-Maschinen mit ausreichend Achsen und Bearbeitungsraum für Ihre Teile?
  • Materialerfahrung: Kann der Dienstleister die von Ihnen geforderten Materialien sicher verarbeiten?
  • Oberflächenbehandlungen: Werden Verfahren wie Eloxieren oder KTL-Beschichtungen intern oder über zuverlässige Partner angeboten?
  • Stückzahlenflexibilität: Kann der Lohnfertiger sowohl Einzelteile als auch größere Serien wirtschaftlich fertigen?
  • Kommunikation und Reaktionszeit: Wie schnell und kompetent reagiert der Dienstleister auf Anfragen und technische Fragen?

Ein guter Lohnfertiger ist nicht nur ein Produzent, sondern ein verlässlicher Partner, der mitdenkt und Sie bei technischen Fragen aktiv unterstützt. Vertrauen Sie nicht nur auf den Preis, sondern bewerten Sie auch die Verlässlichkeit und die Qualität der Zusammenarbeit.

Wie die Mematek GmbH Ihnen als Lohnfertiger konkret helfen kann

Wenn Sie auf der Suche nach einem zuverlässigen Partner für CNC-Fertigung, Auftragsfertigung oder Baugruppenmontage sind, sind Sie bei uns richtig. Wir, die Mematek GmbH, bieten Ihnen über unser umfassendes Leistungsangebot genau das, was einen guten Lohnfertiger ausmacht: moderne Technologie, zertifizierte Qualität und einen reibungslosen Ablauf von der Anfrage bis zur Auslieferung.

Das bieten wir Ihnen konkret:

  • CNC-Fräsen und CNC-Drehen auf neun modernen Bearbeitungszentren mit bis zu 5 Achsen
  • 5-Achs-Simultanbearbeitung für komplexe Geometrien mit höchster Maßgenauigkeit
  • Robotergestützte Serienfertigung für skalierbare Stückzahlen bis zu 10.000 Teilen
  • Baugruppenmontage inklusive SPS-Programmierung für eine einsatzbereite Lieferung
  • Oberflächenveredelungen wie Eloxieren, Brünieren und KTL-Beschichtungen
  • Zertifizierte Qualitätssicherung nach DIN EN ISO 9001:2015
  • Direkte Auslieferung über unsere eigene Fahrzeugflotte

Ob Einzelteil, Kleinserie oder skalierbare Serienproduktion: Wir finden gemeinsam mit Ihnen die passende Lösung. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und schildern Sie uns Ihr Fertigungsvorhaben. Wir melden uns schnell und unkompliziert bei Ihnen.

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