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CNC-gefrästes Metallteil mit sichtbaren Bearbeitungsrillen neben einer analogen Stoppuhr auf Stahloberfläche.

Wie lange dauert ein typischer Lohnfertigungsauftrag?

Gebhard Poggel ·

Wer zum ersten Mal Lohnfertigung in Anspruch nehmen möchte, stellt sich oft dieselben Fragen: Wie lange dauert das eigentlich? Was beeinflusst die Lieferzeit? Und wann lohnt es sich, gleich eine komplette Baugruppe zu beauftragen? Diese Fragen sind berechtigt, denn Planungssicherheit ist in der industriellen Fertigung kein Nice-to-have, sondern ein echter Wettbewerbsvorteil.

In diesem Artikel beantworten wir die häufigsten Fragen rund um Lohnfertigungsaufträge – von der ersten Anfrage bis zur Auslieferung. So können Sie besser einschätzen, was Sie von einem Fertigungspartner erwarten können und wie Sie Ihren eigenen Beschaffungsprozess effizienter gestalten.

Was ist ein Lohnfertigungsauftrag und wie läuft er ab?

Ein Lohnfertigungsauftrag ist ein Produktionsauftrag, bei dem ein Unternehmen die Herstellung von Bauteilen oder Baugruppen an einen externen Fertigungsdienstleister übergibt. Der Auftraggeber liefert Zeichnungen oder CAD-Daten; der Lohnfertiger übernimmt Materialbeschaffung, Bearbeitung, Qualitätskontrolle und Lieferung.

Der typische Ablauf eines Lohnfertigungsauftrags folgt einem klaren Schema:

  1. Anfrage und Angebotsphase: Der Kunde übermittelt technische Zeichnungen oder CAD-Dateien. Der Lohnfertiger prüft die Machbarkeit und erstellt ein Angebot.
  2. Auftragserteilung und Planung: Nach Auftragsbestätigung wird der Fertigungsauftrag in die Produktionsplanung eingesteuert.
  3. Materialbeschaffung: Rohmaterialien werden bestellt oder aus dem Lager entnommen.
  4. Bearbeitung: Die Teile werden nach Zeichnung gefertigt, zum Beispiel durch CNC-Fräsen, Drehen oder 5-Achs-Simultanbearbeitung.
  5. Qualitätskontrolle: Fertige Teile werden vermessen und geprüft.
  6. Auslieferung: Die Teile werden verpackt und an den Kunden geliefert.

Wichtig zu verstehen ist, dass Lohnfertigung nicht bedeutet, dass der Auftraggeber die Kontrolle abgibt. Im Gegenteil: Ein guter Fertigungspartner kommuniziert transparent über den Fertigungsfortschritt und meldet sich proaktiv, wenn technische Rückfragen entstehen.

Wie lange dauert ein typischer Lohnfertigungsauftrag?

Die Dauer eines typischen Lohnfertigungsauftrags liegt je nach Komplexität und Stückzahl zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen. Einfache Einzelteile mit standardisierten Geometrien lassen sich oft in drei bis fünf Werktagen fertigen. Komplexe Baugruppen oder Serienaufträge mit hohen Stückzahlen können vier bis acht Wochen in Anspruch nehmen.

Eine grobe Orientierung nach Auftragstyp:

  • Prototypen und Einzelteile: 3 bis 10 Werktage
  • Kleinserien (bis ca. 50 Stück): 1 bis 3 Wochen
  • Mittlere Serien (bis ca. 500 Stück): 3 bis 6 Wochen
  • Großserien (bis 10.000 Stück): 4 bis 10 Wochen, abhängig vom Automatisierungsgrad

Diese Zeitspannen gelten unter normalen Kapazitätsbedingungen. In der Praxis spielen Faktoren wie Materialverfügbarkeit, Maschinenbelegung und Nachbearbeitungsschritte wie Oberflächenveredelung eine wichtige Rolle. Wer frühzeitig anfragt und vollständige Unterlagen liefert, verkürzt die Durchlaufzeit spürbar.

Welche Faktoren beeinflussen die Bearbeitungszeit?

Die Bearbeitungszeit in der Lohnfertigung hängt von mehreren konkreten Faktoren ab: Bauteilkomplexität, Stückzahl, Materialwahl, Rüstaufwand, Nachbearbeitungsschritte und die Vollständigkeit der Auftragsunterlagen. Jeder dieser Punkte kann die Lieferzeit verlängern oder verkürzen.

Bauteilgeometrie und Toleranzanforderungen

Je komplexer die Geometrie, desto mehr Bearbeitungsschritte und Rüstvorgänge sind nötig. Ein Teil mit engen Toleranzen erfordert zusätzliche Messprozesse und gegebenenfalls mehrere Bearbeitungsdurchläufe. Teile, die auf einem 5-Achs-Bearbeitungszentrum in einer Aufspannung gefertigt werden können, sind oft schneller fertig als solche, die mehrfach umgespannt werden müssen.

Materialverfügbarkeit und Oberflächenbehandlung

Gängige Werkstoffe wie Aluminium oder Baustahl sind in der Regel kurzfristig verfügbar. Speziallegierungen oder exotische Materialien können Lieferzeiten von einer bis zwei Wochen verursachen, bevor die eigentliche Bearbeitung beginnt. Zusätzliche Schritte wie Eloxieren, Brünieren oder KTL-Beschichtungen verlängern die Gesamtdurchlaufzeit, weil diese Prozesse oft bei spezialisierten Dienstleistern durchgeführt werden.

Qualität der Auftragsunterlagen

Unvollständige oder fehlerhafte Zeichnungen sind einer der häufigsten Gründe für Verzögerungen. Wenn technische Rückfragen entstehen, stockt die Planung. Wer vollständige CAD-Daten, klare Toleranzangaben und eine eindeutige Materialspezifikation liefert, spart oft mehrere Tage im Gesamtprozess.

Wie kann robotergestützte Zerspanung die Lieferzeit verkürzen?

Robotergestützte Zerspanung verkürzt die Lieferzeit, weil sie eine mannlose Bearbeitung über mehrere Schichten hinweg ermöglicht. Während konventionelle Bearbeitungszentren an Betriebszeiten gebunden sind, laufen automatisierte Systeme auch nachts und am Wochenende durch und erhöhen so die Kapazität ohne zusätzliches Personal.

Konkret bringt Roboterautomatisierung folgende Vorteile für die Lieferzeit:

  • Höhere Maschinenauslastung durch Nacht- und Wochenendschichten
  • Gleichbleibende Bearbeitungsqualität ohne manuelle Eingriffe
  • Skalierbarkeit bei steigenden Stückzahlen ohne Rüstzeitverlust
  • Kürzere Wartezeiten bei Aufträgen mit mittleren bis hohen Stückzahlen

Besonders bei Serienaufträgen mit mehreren hundert bis zehntausend Teilen zeigt sich der Zeitvorteil deutlich. Statt linear mit der Stückzahl zu wachsen, bleibt die Durchlaufzeit durch automatisierte Beladung und Entladung der Maschinen vergleichsweise stabil.

Wann sollte man Baugruppenfertigung statt Einzelteilfertigung beauftragen?

Baugruppenfertigung ist sinnvoll, wenn Sie mehrere Komponenten benötigen, die am Ende zusammengebaut und funktionsfähig geliefert werden sollen. Sie sparen Koordinationsaufwand, reduzieren Schnittstellen und erhalten ein montagefertiges Ergebnis aus einer Hand, statt einzelne Teile selbst zusammenzuführen.

Typische Situationen, in denen Baugruppenfertigung die bessere Wahl ist:

  • Mehrere Bauteile müssen präzise aufeinander abgestimmt sein
  • Die Montage erfordert Fachwissen, das intern nicht vorhanden ist
  • Sie möchten Steuerungskomponenten oder eine SPS-Programmierung integriert haben
  • Die interne Montagekapazität ist ausgelastet oder nicht wirtschaftlich
  • Sie benötigen eine einsatzbereite Einheit statt loser Einzelteile

Einzelteilfertigung bleibt die richtige Wahl, wenn Sie die Montage selbst durchführen, Teile in Ihr bestehendes System integrieren oder Ersatzteile für vorhandene Maschinen beschaffen. Die Entscheidung hängt letztlich davon ab, wie viel Montage- und Integrationskompetenz Sie intern aufbauen oder beim Fertigungspartner bündeln möchten.

Wie beschleunigt eine ISO-9001-Zertifizierung den Freigabeprozess?

Eine ISO-9001-Zertifizierung beschleunigt den Freigabeprozess, weil sie dokumentiert, dass der Fertigungspartner nach einem geprüften Qualitätsmanagementsystem arbeitet. Auftraggeber müssen weniger eigene Prüfaufwände einplanen und können sich auf die Prozesssicherheit des Lieferanten verlassen, was interne Freigabeschritte verkürzt.

Konkret bedeutet das für Sie als Auftraggeber:

  • Lieferantenbewertungen und Qualifizierungen fallen kürzer aus, weil das Zertifikat als Nachweis gilt
  • Prüfberichte und Fertigungsdokumentation sind standardisiert und sofort verwendbar
  • Reklamationsprozesse sind klar geregelt, was Rücksendungen und Nacharbeiten beschleunigt
  • In vielen Branchen ist ISO 9001 eine Voraussetzung für die Lieferantenfreigabe, die ohne Zertifikat Monate dauern kann

Für Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau ist die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 oft nicht nur ein Qualitätssignal, sondern eine formale Anforderung. Wer einen zertifizierten Lohnfertiger wählt, vermeidet aufwendige Eigenaudits und kann den Lieferanten schneller in die eigene Lieferkette integrieren.

Lohnfertigung mit Mematek: Von der Anfrage bis zur einsatzbereiten Baugruppe

Wenn Sie einen Lohnfertigungspartner suchen, der kurze Durchlaufzeiten, hohe Präzision und vollständige Baugruppenlösungen aus einer Hand bietet, sind Sie bei uns richtig. Die Mematek GmbH vereint genau die Faktoren, die in diesem Artikel beschrieben werden:

  • Neun CNC-Bearbeitungszentren mit bis zu 5 Achsen für komplexe Geometrien in einer Aufspannung
  • Robotergestützte Zerspanung für skalierbare Serienproduktion bis zu 10.000 Teile
  • Vollständige Baugruppenfertigung inklusive Montage und SPS-Programmierung
  • Oberflächenveredelungen wie Eloxieren, Brünieren und KTL-Beschichtungen direkt im Auftrag
  • Zertifiziertes Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001:2015 für reibungslose Lieferantenfreigaben
  • Eigene Fahrzeugflotte für die direkte Auslieferung ohne Umwege

Ob Einzelteil, Kleinserie oder komplette Baugruppe: Wir begleiten Ihren Auftrag von der ersten Anfrage bis zur Auslieferung. Nehmen Sie Kontakt auf und teilen Sie uns Ihre Anforderungen mit; wir erstellen Ihnen schnell und unkompliziert ein Angebot.

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