window.dataLayer = window.dataLayer || []; function gtag(){dataLayer.push(arguments);} gtag('js', new Date()); gtag('config', 'G-P8Y0188TNV');
Aluminium-, Stahl- und Messingproben nebeneinander auf bearbeiteter Metalloberfläche mit feinen Spänen, minimalistisch arrangiert.

Welche Materialien können in der Lohnfertigung bearbeitet werden?

Gebhard Poggel ·

Die Materialwahl ist einer der wichtigsten Faktoren in der Lohnfertigung. Sie beeinflusst nicht nur die Bearbeitungsmethode, sondern auch die Qualität des Endprodukts, die Fertigungszeit und letztlich die Kosten. Wer einen Lohnfertiger beauftragt, sollte verstehen, welche Werkstoffe verarbeitet werden können und was dabei jeweils zu beachten ist.

Dieser Artikel beantwortet die häufigsten Fragen rund um Materialien in der Lohnfertigung. Von Standardmetallen über Sonderwerkstoffe bis hin zu Oberflächenbehandlungen finden Sie hier kompakte, praxisnahe Antworten.

Welche Materialien werden in der Lohnfertigung grundsätzlich bearbeitet?

In der Lohnfertigung werden grundsätzlich Metalle wie Stahl, Edelstahl, Aluminium, Messing, Kupfer und Titan bearbeitet. Darüber hinaus kommen je nach Spezialisierung des Fertigers auch technische Kunststoffe und Verbundwerkstoffe zum Einsatz. Die Materialpalette hängt dabei stark vom Maschinenpark und der Erfahrung des Anbieters ab.

Moderne CNC-Lohnfertiger sind in der Regel auf metallische Werkstoffe spezialisiert, da diese den Großteil der industriellen Anforderungen abdecken. Besonders im Werkzeug-, Maschinen- und Anlagenbau dominieren Stahl und Aluminium, während Sondermaterialien wie Titan oder Inconel für anspruchsvollere Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt oder der Medizintechnik relevant sind. Die Verarbeitbarkeit eines Materials hängt von Faktoren wie Härte, Zerspanbarkeit, Wärmeleitfähigkeit und dem gewünschten Einsatzbereich des Bauteils ab.

Welche Metalle eignen sich besonders gut für die CNC-Bearbeitung?

Für die CNC-Bearbeitung eignen sich vor allem Aluminium, Stahl, Edelstahl, Messing und Kupfer. Diese Metalle lassen sich präzise zerspanen, sind gut verfügbar und decken ein breites Spektrum an mechanischen Anforderungen ab. Aluminium gilt dabei als besonders wirtschaftlich und einfach zu bearbeiten.

Jedes Metall bringt spezifische Vorteile mit:

  • Aluminium: Leicht, gut zerspanbar, korrosionsbeständig und ideal für komplexe Geometrien
  • Stahl (unlegiert und legiert): Hohe Festigkeit, vielseitig einsetzbar, gut schweißbar
  • Edelstahl: Korrosionsbeständig, hygienisch und robust für anspruchsvolle Umgebungen
  • Messing: Hervorragende Zerspanbarkeit, elektrisch leitfähig, optisch ansprechend
  • Kupfer: Sehr gute Wärme- und Stromleitfähigkeit, jedoch weicher und teurer

Die Wahl des richtigen Metalls hängt immer vom konkreten Einsatzzweck ab. Ein Bauteil für die Lebensmittelindustrie erfordert andere Materialeigenschaften als ein Maschinenteil unter hoher mechanischer Belastung.

Was ist der Unterschied zwischen Stahl und Aluminium in der Lohnfertigung?

Der wesentliche Unterschied zwischen Stahl und Aluminium in der Lohnfertigung liegt in Gewicht, Festigkeit und Bearbeitungsaufwand. Stahl ist deutlich schwerer und fester, erfordert aber mehr Bearbeitungszeit und führt zu höherem Werkzeugverschleiß. Aluminium ist leichter, schneller zu zerspanen und häufig günstiger in der Fertigung, jedoch weniger belastbar.

Stahl in der Lohnfertigung

Stahl bietet eine hohe Zugfestigkeit und ist besonders geeignet für Bauteile, die starken mechanischen Belastungen ausgesetzt sind. Er lässt sich gut schweißen und ist in vielen Legierungen verfügbar. Allerdings ist Stahl schwerer zu zerspanen als Aluminium, was längere Bearbeitungszeiten und höheren Werkzeugverschleiß bedeutet. Für Anwendungen im Maschinenbau, in Vorrichtungen und Werkzeugen ist Stahl oft die erste Wahl.

Aluminium in der Lohnfertigung

Aluminium überzeugt durch sein geringes Gewicht, gute Korrosionsbeständigkeit und sehr gute Zerspanbarkeit. Es lässt sich schnell bearbeiten, was die Fertigungskosten senkt. Gleichzeitig eignet es sich hervorragend für Oberflächenveredelungen wie das Eloxieren. Aluminium ist besonders verbreitet im Leichtbau, in der Automatisierungstechnik und überall dort, wo das Gewicht eine Rolle spielt.

Können in der Lohnfertigung auch Sonderwerkstoffe bearbeitet werden?

Ja, viele Lohnfertiger bearbeiten auch Sonderwerkstoffe wie Titan, Inconel, Duplexstahl oder technische Kunststoffe. Diese Materialien stellen jedoch höhere Anforderungen an Maschinen, Werkzeuge und das Fachwissen der Fachkräfte. Nicht jeder Lohnfertiger ist dafür ausgerüstet, weshalb eine gezielte Anfrage beim Anbieter wichtig ist.

Sonderwerkstoffe kommen typischerweise in folgenden Bereichen zum Einsatz:

  • Titan: Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Hochleistungsanwendungen
  • Inconel und Nickelbasislegierungen: Hochtemperaturanwendungen, Turbinen, Chemieanlagen
  • Duplexstahl: Offshore-Technik, Lebensmittelindustrie, chemisch aggressive Umgebungen
  • Technische Kunststoffe (z. B. PEEK, PA, POM): Leichtbau, elektrische Isolation, medizinische Geräte

Bei Sonderwerkstoffen ist die enge Abstimmung zwischen Konstrukteur und Fertiger besonders wichtig. Schon bei der Konstruktion sollten Materialeigenschaften wie Wärmeausdehnung, Spanverhalten und Nachbearbeitbarkeit berücksichtigt werden.

Welche Oberflächenbehandlungen sind nach der Materialbearbeitung möglich?

Nach der Materialbearbeitung stehen in der Lohnfertigung verschiedene Oberflächenbehandlungen zur Verfügung, darunter Eloxieren, Brünieren, KTL-Beschichtungen, Verzinken, Härten und Schleifen. Die Wahl der Behandlung hängt vom Material, dem Einsatzbereich und den gewünschten Eigenschaften wie Korrosionsschutz, Optik oder Verschleißfestigkeit ab.

Hier eine Übersicht gängiger Verfahren:

  • Eloxieren: Speziell für Aluminium, erzeugt eine harte Oxidschicht für Korrosions- und Verschleißschutz
  • Brünieren: Für Stahl, bietet leichten Korrosionsschutz und eine dekorative dunkle Oberfläche
  • KTL-Beschichtung (kathodische Tauchlackierung): Hervorragender Korrosionsschutz für Stahlteile, auch bei komplexen Geometrien
  • Verzinken: Langfristiger Korrosionsschutz, besonders für Außenanwendungen
  • Härten und Einsatzhärten: Erhöht die Oberflächenhärte und Verschleißfestigkeit von Stahlteilen

Viele Lohnfertiger koordinieren Oberflächenbehandlungen über Partnerbetriebe und liefern das fertig veredelte Bauteil direkt an den Kunden. Das spart Ihnen Koordinationsaufwand und verkürzt die Lieferkette.

Wie beeinflusst die Materialwahl die Fertigungskosten in der Lohnfertigung?

Die Materialwahl beeinflusst die Fertigungskosten in der Lohnfertigung auf mehreren Ebenen: Rohstoffpreis, Bearbeitungszeit, Werkzeugverschleiß und notwendige Nachbearbeitungsschritte. Aluminium ist in der Regel günstiger zu bearbeiten als Stahl, während Sonderwerkstoffe wie Titan die Kosten deutlich erhöhen können.

Folgende Faktoren spielen bei der Kostenkalkulation eine Rolle:

  • Materialbeschaffungskosten: Sonderlegierungen und Hochleistungswerkstoffe sind teurer im Einkauf
  • Zerspanbarkeit: Schwer zerspanbare Materialien erfordern langsamere Vorschübe und mehr Werkzeugwechsel
  • Bearbeitungszeit: Komplexe Geometrien in hartem Material bedeuten längere Maschinenlaufzeiten
  • Ausschussrisiko: Bei teuren Rohlingen erhöht sich das finanzielle Risiko bei Fehlern
  • Oberflächenbehandlung: Manche Materialien erfordern aufwendige Nachbehandlungen

Eine frühe Abstimmung der Materialwahl mit Ihrem Lohnfertiger hilft, unnötige Kosten zu vermeiden. Oft gibt es gleichwertige Alternativen, die einfacher zu bearbeiten sind und die technischen Anforderungen genauso gut erfüllen. Gute Lohnfertiger beraten Sie hier aktiv und zeigen Ihnen sinnvolle Optionen auf.

Lohnfertigung mit Mematek: Von der Materialauswahl bis zur fertigen Baugruppe

Wenn Sie einen Fertigungspartner suchen, der nicht nur zerspant, sondern mitdenkt, sind Sie bei uns richtig. Mematek verarbeitet ein breites Materialspektrum und begleitet Sie von der ersten Anfrage bis zur Auslieferung des fertigen Bauteils.

Das bieten wir Ihnen konkret:

  • CNC-Bearbeitung mit bis zu 5 Achsen für komplexe Geometrien in verschiedensten Materialien, von Aluminium und Stahl bis hin zu anspruchsvollen Legierungen
  • Robotergestützte Zerspanung für skalierbare Stückzahlen bis 10.000 Teile
  • Oberflächenveredelungen wie Eloxieren, Brünieren und KTL-Beschichtungen aus einer Hand
  • Wärmebehandlungen und Koordination aller Nachbearbeitungsschritte über unser Partnernetzwerk
  • Zertifizierte Qualitätssicherung nach DIN EN ISO 9001:2015 in jedem Fertigungsschritt
  • Direkte Auslieferung über unsere eigene Fahrzeugflotte

Sie haben ein konkretes Projekt oder eine offene Frage zur Materialauswahl? Nehmen Sie Kontakt auf – wir beraten Sie gerne und erstellen Ihnen ein individuelles Angebot.

Nach oben