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Präzisionsgefräste Aluminiumbauteile auf Stahloberfläche mit CNC-Fräser, sichtbare Werkzeugspuren, diffuses Industrielicht.

Was versteht man unter Lohnfertigung?

Poggel ·

Lohnfertigung gehört zu den grundlegenden Konzepten der industriellen Beschaffung – und dennoch sorgt der Begriff gelegentlich für Unklarheiten. Dieser Artikel erklärt, was Lohnfertigung bedeutet, wie sie in der Praxis funktioniert und wann sie zum Einsatz kommt.

Was ist Lohnfertigung?

Lohnfertigung bezeichnet die Herstellung von Bauteilen oder Produkten durch einen externen Dienstleister im Auftrag eines anderen Unternehmens. Der Auftraggeber stellt dabei die technischen Vorgaben – in der Regel Zeichnungen, Spezifikationen und gegebenenfalls das Material – und der Lohnfertiger erbringt die Fertigungsleistung gegen Entgelt. Das Ergebnis geht vollständig an den Auftraggeber zurück; der Lohnfertiger erwirbt kein Eigentumsrecht an den produzierten Teilen.

Wie funktioniert Lohnfertigung in der Praxis?

Der typische Ablauf beginnt mit einer Anfrage des Auftraggebers, der seine technischen Unterlagen an den Lohnfertiger übermittelt. Auf dieser Grundlage erstellt der Lohnfertiger ein Angebot mit Preis und Lieferzeit. Nach Auftragserteilung übernimmt er die komplette Fertigung – von der Maschinenbelegung über die Bearbeitung bis zur Qualitätsprüfung. Die fertig bearbeiteten Teile werden anschließend an den Auftraggeber geliefert.

Der Auftraggeber greift dabei auf Maschinen, Personal und Prozess-Know-how des Lohnfertigers zurück, ohne selbst in diese Ressourcen investieren zu müssen. Das Modell ist skalierbar: Es eignet sich für Einzelteile ebenso wie für wiederkehrende Serienaufträge.

Für welche Situationen ist Lohnfertigung gedacht?

Lohnfertigung kommt typischerweise dann zum Einsatz, wenn ein Unternehmen einen Fertigungsbedarf hat, den es mit eigenen Mitteln nicht oder nicht wirtschaftlich sinnvoll abdecken kann. Das ist etwa der Fall, wenn die eigene Produktion ausgelastet ist und ein Auftrag nicht warten kann, wenn für ein bestimmtes Bauteil spezielle Maschinen oder Verfahren erforderlich sind, die intern nicht vorhanden sind, oder wenn die benötigten Stückzahlen zu gering sind, um eine eigene Investition zu rechtfertigen.

Auch bei der Entwicklung von Prototypen oder bei einmaligen Projekten mit besonderen Anforderungen ist Lohnfertigung ein etabliertes Instrument. Viele mittelständische Betriebe nutzen sie dauerhaft als festen Bestandteil ihrer Beschaffungsstrategie – nicht als Notlösung, sondern als bewusste organisatorische Entscheidung.

Was ist der Unterschied zwischen Lohnfertigung und Auftragsfertigung?

Die Begriffe werden im Sprachgebrauch häufig synonym verwendet, bezeichnen jedoch unterschiedliche Konstellationen. Bei der Lohnfertigung liefert der Auftraggeber die vollständigen technischen Vorgaben und oft auch das Rohmaterial. Der Lohnfertiger erbringt ausschließlich die Fertigungsleistung – er gestaltet das Produkt nicht mit und trägt keine Verantwortung für die Konstruktion.

Bei der Auftragsfertigung hingegen entwickelt oder konstruiert der Hersteller das Produkt auf Basis einer funktionalen Anforderung des Kunden. Er trägt damit einen größeren Teil der technischen Verantwortung und bringt eigenes Entwicklungs-Know-how ein. Der Übergang zwischen beiden Modellen ist in der Praxis fließend – insbesondere wenn Lohnfertiger auch Beratungsleistungen zur Fertigbarkeit oder Konstruktionsoptimierung anbieten.

Wie CNC-Lohnfertigung konkret funktioniert und für welche Betriebe sie sinnvoll ist, können Sie im folgenden Artikel nachlesen: Was ist CNC-Lohnfertigung und für welche Betriebe lohnt sie sich?

Wer einen Lohnfertiger für ein konkretes Projekt sucht, findet bei der Mematek GmbH einen zertifizierten Ansprechpartner für CNC-Lohnfertigung im Maschinen- und Anlagenbau.

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